Die verschiedenen Schokoladensorten
Bitterschokolade
Bitterschokolade weist im Verhältnis zu den anderen Schokoladensorten den höchsten Kakaoanteil auf. Sie wird auch als Herren-, Edelbitter-, dunkle oder schwarze Schokolade bezeichnet. Der Begriff Herrenschokolade geht auf eine Marketingkampagne zurück, die erstmals anstelle von Frauen und Kindern Männer als Zielgruppe von Schokoladenprodukten ansprach. Sie muss nach deutschem Lebensmittelrecht mindestens 18 % Kakaobutter und 14 % fettfreie Kakaotrockenmasse enthalten. Üblicherweise findet man Bitterschokolade mit Kakaoanteilen zwischen 50 % und 90 %. Jüngste Studien gehen von einer positiven Wirkung der Bitterschokolade auf die Blutgefäße aus. Des Weiteren wies eine amerikanische Studie, die von 1996 bis 2000 an 2291 Schwangeren durchgeführt wurde, nach, dass der Genuss von Bitterschokolade das Risiko von Präeklampsie bei Schwangeren senken kann. Es wurde eine negative Korrelation der Krankheitssymptome mit dem Spiegel des in der Schokolade enthaltenen Theobromin im Blutserum festgestellt.
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Zartbitterschokolade
Zartbitterschokolade hat einen durchschnittlichen Kakaoanteil von ungefähr 60 % und einen Zuckeranteil von 40 %. Aufgrund des fehlenden Milchpulvers ist ihrer Konsistenz wesentlich fester als die der Vollmilchschokolade. Zartbitterschokolade eignet sich hervorragend als Geschmacksträger für verschiedene Füllungen. Sie wird auch häufig eingesetzt, um beispielsweise Pralinen zu umhüllen.
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Halbbitterschokolade
Halbbitterschokolade kommt insbesondere bei der Dekoration von Torten und Pralinen zum Einsatz. Im Einzelhandel ist sie hingegen kaum erhältlich. Die Schokolade ist sehr stabil in ihrer Form und schmilzt eher schwer. Deshalb eignet sie sich auch gut für die Herstellung von Schokoladenriegel und anderen Süßwaren. Halbbitterschokolade besteht durchschnittlich aus ungefähr 52 % Kakao und 48 % Zucker.
Vollmilchschokolade
Vollmilchschokolade enthält zusätzlich zur Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker einen hohen Anteil an Milchpulver. Dieser macht ihre Konsistenz wesentlich weicher und zarter als die der Bitterschokolade. Vor allem Kinder mögen den süßen, schokoladigen Geschmack der Vollmilchschokolade, der auf ihren erhöhten Anteil an Zucker zurückzuführen ist, sehr gerne.
Weiße Schokolade
Genau genommen ist weiße Schokolade nicht als Schokolade im engeren Sinne zu bezeichnen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schokolade wird einzig die Kakaobutter, die während der Herstellung von Kakaopulver abgespalten wird, für die Produktion von weißer Schokolade genutzt. Die Kakaobutter wird dabei mit Milchpulver, Zucker, Vanille und weiteren Aromen verfeinert. Nach EU-Richtlinien muss weiße Schokolade mindestens 20 % Kakaobutter sowie 14 % Trockenmilchanteil (davon mindestens 3,5 % Milchfett) enthalten. Sie wird entweder als Tafelschokolade verkauft oder dient zur Verzierung von Kuchen, Desserts oder Pralinen.
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